Aktuelle Aktivitäten

Gesundheitsvortrag

26.03.2018, Potsdam

Lipödem - dicke Beine. Was ist möglich?

 

 „Das Lipödem – Erkennen und Therapieren“
Artikel von Chefarzt Dr. Ghods im aktuellen Brandenburgischen Ärzteblatt, Mai 2018

Tipps und Tricks bei der operativen Versorgung von Lipödem-Patienten
Artikel von Chefarzt Dr. Ghods in der Zeitschrift Vasomed, November 2017

Liposuction in the treatment of Lipedema: a longitudinal Study
Artikel von Dr. Dadras und Dr. Ghods in Archives of Plastic Surgery, Juli 2017

Tipps und Tricks bei der operatioven Versorgung von Lipödem Patienten
Vortrag dem DGPRÄC Kongress 2016 in Berlin

Interview im RBB Praxis Gesundheitsmagazin

Oktober 2016

Interview mit Chefarzt Dr. Ghods als Experte zum Thema Fettabsaugung bei Lipödem ausgestrahlt. 

Lipödem

Die Liposuktion hat sich während der letzten Jahre als Therapieoption beim Lipödems etabliert. Die Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. M. Ghods gilt als Pionier der Liposuktion zur Behandlung des Lipödems in der Gesellschaft der Plastisch, Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgen (DGPRÄC). Er war Vorreiter und ist maßgeblich an der Weiterentwicklung der Methode beteiligt.

 

Chefarzt Dr. Ghods ist aktuell einer der meist gefragtesten Plastischen Chirurgen zum Thema Lipödem in Deutschland. Er betreut mehrere wissenschaftlichen Studien zum Thema Liposuktion bei Lipödem und referiert regelmäßig auf Kongressen und anderen medizinischen Veranstaltungen. Patientinnen aus ganz Deutschland stellen sich an seiner renommierten Fachklinik für die operative Therapie des Lipödems zur Beratung und Behandlung vor. 

 

Trotz exzellenter Resultate, welche wissenschaftlich durch unsere sowie durch andere Kliniken, u. a. W. Schmeller, M. E. Cornely und S. Rapprich, dokumentiert sind, besteht seitens der Krankenkassen noch keine Verpflichtung, die Kosten der Liposuktion zu tragen.

 

 

Der Bundesausschuss hat vor kurzem den Weg zur Kostenübernahme der Liposuktion bei diagnostiziertem Lipödem geebnet. Hierfür fordern die Kassen jedoch noch weiterführende Studien. Bis dahin bleibt die Kostenübernahme einer Fettabsaugung beim Lipödem durch die Krankenkasse eine reine Kulanzleistung. Die Planung dieser Studien läuft aktuell.

 

Aktuelle Aktivitäten

 

 

Was bedeutet Lipödem?

Beim Lipödem handelt es sich um eine atypische, symmetrische Fettgewebsverteilungsstörung, die hauptsächlich die Extremitäten betrifft und ausschließlich bei Frauen auftritt, besonders in Phasen der hormonellen Veränderung, wie der Pubertät, der Schwangerschaft oder der Menopause. Auch eine Gewichtszunahme und eine genetische Disposition werden diskutiert.

Typisch für das Lipödem sind Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Berührungsschmerz und eine Neigung zu Hämatomen. Man erklärt sich Beschwerden durch eine zunehmende Schwellung der Extremitäten, bedingt durch Flüssigkeitseinlagerungen aus dem Gefäßsystem.

Bei Versuchen Gewicht abzunehmen kommt es zur weiteren Volumenreduktion am meist wohlproportionierten Körperstamm, nicht jedoch an den Armen und Beinen.

Es werden 3 Stadien unterschieden:

Stadium 1: glatte Haut, feinknotiges Gewebe
Stadium 2: unebene Haut, grobknotiges Gewebe
Stadium 3: deformierte Haut, groblappiges Gewebe

Konservative Therapie

 

Das Lipödem wird aktuell zunächst konservativ mit Kompressionsbestrumpfung und manueller Lymphdrainage behandelt. Erzielet man mit diesen Maßnahmen keine Besserung, kann eine stationäre komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) mit einem spezifischen Ernährungs- und Bewegungsplänen erfolgen. Bei der konservativen Therapie ist allerdings zu beachten, dass es sich lediglich um eine symptomatische Behandlung handelt.
Kommt es trotz konservativer Therapie zu keiner Linderung der Schmerzen und Beschwerden, stellt die Liposuktion eine geeignete Behandlungsmaßnahme dar.

 

Was verändert sich durch die Operation?

 

Durch die Liposuktion wird die Beseitigung oder zumindest die drastische Verminderung des krankhaft vermehrten, überschüssigen Körperfettes an den betroffenen Körperstellen angestrebt. Durch die Volumenreduktion sinkt der Druck in den Extremitäten und die Beschwerden der Patientinnen werden deutlich gebessert und der Lymphabfluss ebenfalls deutlich entlastet.

 

 

OP-Vorbereitung

 

Für beste Ergebnisse sollte für mindestens 2 Wochen vor der Operation auf Alkohol und Nikotin verzichtet werden. Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen müssen, wenn möglich abgesetzt oder umgestellt werden. Entzündungen der Haut können vor der Operation abgeheilt sein. Bei bekannten, operationspflichtigen Krampfadern sollten diese vor der Liposuktion saniert werden.

 

Anästhesie und Klinikaufenthalt

 

Der Eingriff wird aufgrund der großen Absaugmengen in der Regel stationär unter Vollnarkose durchgeführt. Dabei muss mit einem Klinikaufenthalt von 2-4 Tagen gerechnet werden. Die Operationsdauer beträgt etwa 2 Stunden. In der Regel werden zunächst Ober- und Unterschenkel streckseitig, in zweiter Sitzung die Rückseite der Beine abgesaugt. Bei einer dritten Operation können die Arme oder erneut die Vorderseiten der Beine behandelt werden.

 

Die Operation

 

Die medizinisch indizierte Fettabsaugung beim Lipödem unterscheidet sich grundlegend von einer Fettabsaugung aus rein ästhetischen Gründen. Bei der Lipödem-Liposuktion muss soviel krankhaftes Fettgewebe wie möglich entfernt werden, um die Beschwerden zu verbessern und sekundäre Veränderungen zu vermeiden. Für das bestmögliche Ergebnis wird die gesamte Extremität, vom oberen Sprunggelenk bis zur Hüfte bzw. von der Handgelenk-Beugefalte bis zum Schultergelenk abgesaugt.

Zwei Methoden haben sich bis heute bei der operativen Behandlung bewährt:

1. die vibrationsassistierte Liposuktion
2. die wasserstrahlassistierte Liposuktion.

Bei beiden Methoden wird nach präoperativer Anzeichnung im Stehen zunächst das abzusaugende Unterhautfettgewebe mit einer Kochsalzmischung unterspritzt, welche die Ablösung des zwischen den Bindegewebsstrukturen befindliche, locker liegende Fettgewebes bedingt. Durch die sogenannte Tumeszenz-Liposuktion werden die umliegenden Gewebeschichten sowie von Nerven, Lymphbahnen und Gefäßen weitgehend geschont.

Nachsorge

 

Die flachgestrickten Kompressionsstrümpfe müssen für die ersten 6 Wochen tagsüber und nachts getragen werden, dann nach Bedarf. Die Schwellungen und Blutergüsse klingen innerhalb dieser Zeit ab. Die Lymphdrainage kann direkt postoperativ fortgesetzt werden.

 

Folgeoperationen

 

Die meisten Lipödem-Patientinnen müssen mit drei bis vier operativen Eingriffen rechnen. Zwischen den Eingriffen sollten mindestens 3 Monate liegen. Je nach Befund werden bei jeder Absaugung zwischen vier bis zehn Liter abgesaugt. Korrekturopertionen oder Straffungen können im Verlauf notwendig werden. Wir beraten sie gerne.

 

Wo kann mich melden?

 

Ein Termin zum kompetenten Beratungsgespräch bezüglich der chirurgischen Therapie des Lidödem können Sie gerne über unser Chafarztsekretariat vereinbaren.

 

Die Diagnose Lipödem sollte zuvor durch einen Lymphologen oder einen anderen qualifizierten Kollegen gesichert sein.

 

 

 

Kassen- und Privatärztlich:

Frau Sabine Lüdtke

Frau Anika Pantke
Tel:  0331 –241 – 36902  / – 37802 

Fax: 0331 241-37800

E-Mail: sabine.lüdtke@klinikumevb.deanika.pankte(at)klinikumevb.de


 

Ästhetikpatienten und Selbstzahler:

Frau Doreen Mahlow

Tel.: 0331-241-3-7771

Fax: 0331-241-3-7770

E-Mail: dmahlow(at)klinikumevb.de