Straffungsoperationen

Körperstraffungen nach Gewichtsreduktion sind für die Patienten der letzte Schritt auf einem langen Weg mit dem Wunsch nach nachhaltiger Änderung und Stabilisierung des eigenen Gewichtes. Durch das vormals bestehende Übergewicht sind die Rückstellkräfte der Haut und Unterhaut geschwächt und der Körper ist zumeist nicht in der Lage aus eigener Kraft eine ausreichende Straffung dieses Gewebes zu erreichen. 

 

 

Sport und eine bewusste Ernährung sind dennoch sehr wichtig, denn für optimale Ergebnisse sollte die Operation erst nach Erreichen des Zielgewichtes geplant werden. Ist das Wunschgewicht und bestenfalls ein BMI von 32 erreicht kann die Kostenübernahme durch die Krankenkasse beantragt werden. Voraussetzung dafür ist eine medizinische Indikation, wie z.B. wiederkehrende Infektionen in den Hautumschlagfalten. Für diesen Antrag wird im Regelfall die Stellungnahme des Patienten sowie ein ärztliches Attest mit Fotos benötigt.

 

In unserer Spezialsprechstunde erfolgt eine fachärztliche Begutachtung. Unser auf Körperstraffungen spezialisiertes Team unter der Leitung von Chefarzt Dr. Ghods berät Sie gerne entsprechend ihrer Wünsche und bespricht für Sie passende Operationsmethoden. Nach Anamnese und dem Erheben klinischer Befunde stellen wir Ihnen bei bestehender Indikation ein Attest mit ergänzendem Bildmaterial aus.

 

Je nach individueller Situation kann die Operation einer oder mehrerer Körperregionen notwendig sein. Ist die Kostenübernahme geklärt, steht bei den meisten Patienten der Wunsch nach einer Bauchdeckenstraffung im Vordergrund. Häufig werden dort Infekte im Bereich der Unterbauchfalte oder eine Einschränkung der Hüftbeugung durch die Hautweichteilüberschüsse beklagt. Wird die Gewebeerschlaffung von einer Hernie oder Rektusdiastase begleitet kann diese in der gleichen Operation versorgt und damit die gesamte vordere Bauchwand stabilisiert und ggf. vorhandene Dysbalancen ausgeglichen werden. 

 

Der gesamte Körper kann von den umfassenden Veränderungen betroffen sein, das heißt auch neben dem Bauch können auch Oberschenkel, Oberarme, die Brust und die gesamte Brustwand von störenden Weichteilüberschüssen betroffen sein und durch Reibung zu Hautirritationen führen.

 

Was verändert sich durch die Operation?

 

Bei der Operation wird das überschüssige Gewebe entfernt bzw. stark reduziert und die behandelte Region wird so gestrafft. Die Neuformung des Körpers ist in der Regel stabil, kann jedoch durch natürliche Alterungsprozesse und Gewichtsschwankungen beeinflusst werden.

 

OP-Vorbereitung

 

Für optimale Ergebnisse sollte für mindestens 2, besser 4 Wochen vor der Operation nicht geraucht werden. Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen sollten bevor die Operation geplant wird abgesetzt werden können. Besprechen Sie dies bitte mit ihrem betreuenden Internisten. Akute Entzündungen der Haut im Operationsgebiet müssen vor der Operation abgeheilt sein um das Risiko einer Wundinfektion zu minimieren. All dies klären wir gemeinsam mit Ihnen im Rahmen der OP-Vorbereitung in unserer Sprechstunde.

 

Klinikaufenthalt

 

Straffungsoperationen werden in der Regel stationär durchgeführt. Der mehrstündige Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Der Aufenthalt in der Klinik beträgt je nach Körperregion in der Regel zwischen 3 und 10 Tagen.

 

Die Operation

 

Die Planung der Körperstraffung ist abhängig von der Körperregion sowie der Ausprägung des Gewebeüberschusses. Wieviel Gewebe entfernt werden soll und wo die Narbe später liegt wird vor der Operation geplant. Bei der Bauchdeckenstraffung z.B. ist ein Schnitt im Unterbauchbereich über dem Schamhügel am besten kaschierbar. Der Nabel wird in der Regel ausgeschnitten und an seiner korrekten Position wieder in die nach unten gestraffte Haut eingenäht. Eine Fettabsaugung kann ergänzend zur besseren Kontur an Flanken und Hüften eingesetzt werden.

 Im Bereich der Oberarme verbleit nach der Straffung eine Narbe an der Innenseite, von der Achselhöhle Richtung Unterarme ziehend. Bei der Straffung der Oberschenkel verläuft die Narbe ebenfalls an der Innenseite und kann Richtung Leiste oder Gesäßfalte verlängert werden.

 

Nachsorge

 

Während des stationären Aufenthaltes bekommen Sie eine medizinische Thromboseprophylaxe. Wir achten wir auf eine ausreichende Schmerztherapie, sodass wir Sie gut eingestellt und schmerzfrei entlassen können. Die Hautfäden sind überwiegend selbstauflösend.

 

Für alle beschriebenen Straffungsoperationen gilt gleichermaßen, dass eine postoperative Heilungsphase von 6-8 Wochen mit körperlicher Schonung und dem kontinuierlichen Tragen von Kompressionswäsche Voraussetzung für ein gutes Operationsergebnis ist. 

 

Das Ergebnis der Straffung kann frühestens nach 6 Monaten beurteilt werden. Wir empfehlen diese Zeit abzuwarten bevor weitere Eingriffe geplant werden. Die Narben verblassen mit der Zeit und sollten innerhalb der ersten 6 Monate nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

 

Folgeoperationen

 

Ist das Straffungsergebnis nicht ausreichend oder noch weiter Körperregionen betroffen können eine Nachstraffung, Korrekturen oder weitere Operationen indiziert sein. Operative Möglichkeiten und der Wunsch des Patienten müssen dann individuell besprochen und ggfs. neu beantragt werden.

 

Wo kann mich melden?

 

In unserer Sprechstunde beraten wir Sie gerne individuell hinsichtlich Ihrer Erwartungen und Wünsche und welche Operationsmethoden für Sie zu welchem Zeitpunkt in Frage kommen.

 

 

Für Fragen vorab stehen wir gern zur Verfügung und freuen uns, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen.

 

 

 

 

 

 

Kassen- und Privatärztlich:

Frau Sabine Lüdtke

Frau Anika Pantke
Tel:  0331 –241 – 36902  / – 37802 

Fax: 0331 241-37800

E-Mail: sabine.lüdtke@klinikumevb.deanika.pankte(at)klinikumevb.de

 

 

Ästhetikpatienten und Selbstzahler:

Frau Doreen Mahlow

Tel.: 0331-241-3-7771

Fax: 0331-241-3-7770

E-Mail: dmahlow(at)klinikumevb.de