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Fehlbildungs- und Neugeborenenchirurgie

Ösophagusatresien Typ II (Kontinuitäts-unterbrechung Speiseröhre)
Ösophagusatresie nach der OP
Zwerchfelldefekt links
Darmverschluss (Ileus) bei Neugeborenen
Morbus Hirschsprung
Invagitation

Die Behandlung angeborener Fehlbildungen beginnt meist schon in der Pränatalphase (vorgeburtliche Phase) in enger Zusammenarbeit mit den Pränataldiagnostikern ambulant und im Klinikum Ernst von Bergmann. Durch gemeinsame beratende Gespräche können die werdenden Eltern auf die mögliche Fehlbildung ihres noch ungeborenen Kindes vorbereitet und ein Behandlungsplan nach der Geburt besprochen werden. Dies kann Ängste und Ungewissheit reduzieren und die Vorbereitung auf die Geburt optimieren. An diesen Gesprächen nehmen zumeist auch die auf neugeborene Kinder spezialisierten Kollegen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Neonatologen) des Klinikums Westbrandenburg teil, so dass das komplette spezialisierte Behandlungsteam bereits in dieser Phase Kontakt zu den werdenden Eltern hat. So kann ein guter Start für die Familie auch an unserem Klinikum garantiert werden.

  • Ösophagusatresien (Atresie = angeborener Verschluss eines Hohlorgans)
  • Atresien des Dünn- und Dickdarmes
  • anorektale Malformationen (u.a. Analatresie und M. Hirschsprung)
  • Zwerchfellhernie
  • Laparoschisis (auch Gastroschisis genannt)
  • Omphalocelen
  • angeborene Fehlbildungen im Bereich der Nieren und des harnableitenden Systems
  • Mekoniumileus
  • Volvulus (Verdrehung des Darmes um die Gefäßachse)
  • Morbus Hirschsprung (die Aganglionose von Teilen des Darmes)
  • Hypertrophe Pylorusstenose („Krampf“ des Magenausgangsmuskels)
  • Invagination (Einstülpung  von Darmschlingen ineinander)

Eine Vielzahl von angeborenen Fehlbildungen kann an unserer Klinik für Kinderchirurgie operativ versorgt werden. Nur in wenigen Fällen ist es notwendig, die Fehlbildung unmittelbar nach der Geburt zu versorgen. Als sogenannte neugeborenenchirurgische Notfälle ist nur noch die Gastroschisis (angeborenen Bauchwandspalte) im Fokus der Betreuung. Zumeist ist ausreichend Zeit, um nach der Entbindung zum einen die Eltern-Kind-Bindung aufzubauen und zum anderen noch notwendige Diagnostik durchzuführen.

Nicht alle pränatal diagnostizierten Auffälligkeiten sind nach der Geburt behandlungsbedürftig, dies spielt z.B. bei pränatal diagnostizierten Harntransportstörungen eine große Rolle.

Beispiele für angeborene Fehlbildungen, die wir in der Klinik für Kinderchirurgie des Klinikum Ernst von Bergmann unter anderen behandeln, sind

Weitere Fehlbildungen werden in enger Kooperation mit anderen Disziplinen aus dem eigenen Haus oder von Spezialisten anderer Einrichtungen behandelt. So werden Kinder mit Hydrocephalie von den Kollegen der Klinik für Neurochirurgie operativ versorgt und schließlich vom Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin langfristig nachbetreut.

Einige Neugeborene entwickeln trotz bestmöglicher Versorgung während des stationären Aufenthaltes Krankheiten, die konservativ, meist medikamentös, nicht ausreichend behandelt werden können. In solchen Fällen wird z.T. rasch eine Notfall-Operation erforderlich. Ein typisches Beispiel ist die Nekrotisierende Enterocolitis (NEC), bei der bedingt durch die allgemeine Unreife des Kindes der Darm Schaden nimmt.

Weitere Krankheitsbilder, die eine rasche Operation auch bei reif geborenen Kindern und sogar bei Kindern über die Neugeborenenperiode hinaus notwendig machen können, sind unter anderem

Die vollständige, heimatnahe Versorgung der Kinder im Verbund der Klinik für Kinderchirurgie und der Neonatologie des Klinikums Westbrandenburg erlaubt nicht nur für das Neugeborene eine optimale Betreuung. Wir möchten auch Ihnen als Eltern die Zeit nach der Geburt so angenehm und erfreulich machen, wie es die Umstände möglich sein lassen. Nach Entlassung von der Wöchnerinnenstation können Sie, und selbstverständlich auch der Vater, ihr Kind sowohl auf der Neugeborenenstation als auch auf der Kinderintensivstation rund um die Uhr besuchen. 

 

 

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