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Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

 

Chefarzt

Prof. Dr. med. Dipl.-Päd. Michael von Aster

Tel.: 0331. 241 - 3 8402

Fax: 0331. 241 - 3 8400

E-Mail: mvonaster(at)klinikumevb.de

 

Herzlich Willkommen!

Das Ziel unserer Arbeit ist, Kinder und Jugendliche mit besonderen psychischen Herausforderungen zu begleiten und sie in ihrer gesunden Entwicklung zu unterstützen.

  

In unserer Arbeit widmen wir uns der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von psychischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Solche Störungen können sich durch unterschiedliche Symptome im Verhalten und im emotionalen Erleben äußern. Ihre Ursachen und Auswirkungen betreffen vielfältige Funktionen und Lebensbereiche der jungen Patienten.

  

Hierbei ist eine differenzierte und ganzheitliche Vorgehensweise entscheidend, die eine enge Zusammenarbeit von mehreren spezialisierten Berufsgruppen erfordert. Aus diesem Grund besteht unser multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Fachtherapeuten, Sozialarbeitern, dem Pflege- und Erziehungsteam, Lehrern und qualifiziertem Verwaltungspersonal. Wesentlich für jede Behandlung ist der Einbezug des Lebensumfeldes eines Kindes oder Jugendlichen, insbesondere der Eltern oder engen Bezugspersonen.

  

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am DRK Klinikum Westend und wird personell und inhaltlich gemeinsam betrieben.

  

In Potsdam verfügt die Klinik über eine Institutsambulanz sowie über stationäre Behandlungsplätze. Besuchen Sie unsere Seite Leistungsspektrum, wenn Sie mehr über unsere Arbeitsweise und unsere Behandlungskonzepte erfahren möchten.

 
 
Sekretariat

Frau Andrea Föhrigen

Telefon: 0331. 241 - 3 8402

Fax: 0331. 241 - 3 8400

Email: afoehrigen(at)klinikumevb.de

 

Stationen

Kinderstation (L3c)

Telefon: 0331. 241-8461

 

Intermediärstation (L4b)

Telefon: 0331. 241 - 3 8475

 

Jugendstation (L4a)

Telefon: 0331. 241 - 3 8471

 

Abteilungsschwester des Pflege- und Erziehungsdienstes

Frau Sandra Küchler (Leitung)

Frau Angela Herbst (stv.Leitung)

Telefon: 0331. 241 - 3 8402Oberärztliche Leitung

Herr Dr. med. Stephan Anis Towfigh

(Chefarzt-Stellvertretung, Oberarzt der Jugendstation)

Frau Dr. med. Lena Kuntze

(Oberärztin der Kinderstation und Gruppentherapiestation)

Telefon: 0331. 241 - 3 8402

 

Herr Dr. med. Holger Steuernagel

(Facharzt der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulanz)

 

 
Assistenzärztinnen

Frau Patricia Barthold

Frau Dr. med. Eva-Catarina Brehm

Frau Lena Janssen

Herr Can Kuseyri

Frau Charlotte Leimsner

Frau Lisa Sprenger (derzeit Rotation Kinderklinik)

Frau Claudia Wulf

 

 
Psychologische Mitarbeiterinnen und Psychotherapeutinnen

Frau Laura Bastian

Frau Doreen Glawaty (Leitende Psychologin)

Frau Anahita Granzow-Emden (Kooperation Clearingstelle))

Frau Sybille Joachim-Kiefer

Frau Stefanie Kriegel

Frau Dr. phil. Tanja Schatz

 

 
Sozialberatung

Frau Margret Czajka 

Frau Birgit Schlobben 

Telefon: 0331. 241 - 3 8451

 

 
Klinikschule

Frau Beate Pauen (Schulleiterin der Klinikschule)

Frau Diedrigkeit

Frau Schrader

 

 
Fachtherapie

Frau Tabatha Buchner (Ergotherapeutin)

Frau Claudia Häuser (Bibliotherapeutin)

Frau Berit Immig (Musiktherapeutin)

Herr Christof Kinkel (Kunsttherapeut)

Herr Gary Kirste (Sporttherapeut)

Frau Tanja Nylander (Tanz- und Bewegungstherapeutin)

Institutsambulanz

 
Leiterin der Ambulanz

Frau Dipl.-Psych. Doreen Glawaty 

(Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin)

 

           

Herr Dr. med. Holger Steuernagel

 

 

Herr Dr. med. Stephan Anis Towfigh

Frau Dr. med. Lena Kuntze

Anmeldung

Frau Jutta Mantzke

Frau Maren Dipke

Telefon: 0331. 241 - 3 8481

Fax: 0331. 241 - 3 8480

Email: jmantzke(a)klinikumevb.de 

           mdipke(a)klinikumevb.de

Wann helfen wir?

 

Es werden Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren vorgestellt (in spezifischen Situationen auch Jüngere und Ältere), die an bestimmten psychischen geistigen oder sozialen Entwicklungsaufgaben und Erwartungen ihrer Umwelt scheitern, unter diesem Scheitern leiden, in Konflikt geraten und zuweilen sich selbst oder andere gefährden. Die Vorstellung erfolgt in der Regel durch die Eltern und Bezugspersonen, meist auf Anregung niedergelassener Ärzte oder anderer Beratungs- oder Hilfsdienste aus den Bereichen Schule oder Jugendhilfe.

 

Probleme können sein:
  • mangelnde Selbstregulation, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, unruhiges und impulsives Verhalten
  • schulische Lern- und Leistungsstörungen, Lese-Rechtschreibstörungen (Legasthenie) und Rechenstörungen (Dyskalkulie)
  • Depressivität und Selbsttötungsgefährdung abnorme Ängste und soziale Isolation
  • Essstörungen wie Magersucht (Anorexie) oder Bulimie
  • soziale Fehlanpassungen mit oppositionellem Verhalten, Aggressivität und Delinquenz
  • Entwicklungsstörungen der Motorik, der Sprache und der Beziehungsfähigkeit
  • Störungen der Ausscheidungsfunktionen (Einnässen oder Einkoten)
  • zwanghaftes Verhalten, Tics
  • Störungen der Gemeinschaftsfähigkeit der Kommunikation und der Interaktion (z.B. Autismus)
  • psychosomatische Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopf- oder Bauchschmerzen psychotische Erkrankungen mit Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität (z.B. Schizophrenie, manisch-depressives Kranksein)
  • Sucht (Rauschmittelabusus)
  • Pubertäts- und Ablösungskrisen
  • neurotische Störungen und familiäre Beziehungskonflikte
  • Zustand nach Vernachlässigung, Misshandlung oder sexuellem Missbrauch

 

 

In der Regel erfolgt zunächst eine ambulante Vorstellung in der Institutsambulanz mit einer Klärung der weiteren Behandlungsschritte inklusive möglicher Indikationsstellung für eine stationäre Aufnahme oder für weitere Behandlungsmaßnahmen. Im akuten Fall ist jederzeit eine Notvorstellung zur Krisenintervention möglich.

Wer hilft womit?

 

Nachfolgend wird über die spezifischen Aufgaben in Diagnostik und Therapie, die von den verschiedenen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie tätigen Berufsgruppen wahrgenommen werden informiert.

 

Ärzte

(Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Ärzte in Weiterbildung)

  • Ärztliche Diagnostik und Therapie: einschließlich körperliche und neurologische Entwicklungs- und Funktionsdiagnostik, biologisch-pharmakologische, tiefenpsychologische, verhaltens-, gesprächs- und spieltherapeutische sowie systemtherapeutische Behandlungsansätze

     

Psychologen

(psychologische Psychotherapeuten,psychologische Psychotherapeuten im Praktikum)

  • Psychologische Diagnostik und Therapie: einschließlich projektive, neuropsychologische und leistungsbezogene Testdiagnostik
  • Durchführung von Psychotherapie (verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologisch fundierte und familientherapeutische Ansätze) im Einzel- und Gruppensetting
  • funktionelle neuropsychologische Übungsbehandlung, Lerntherapie

 

 
Mitarbeiter des Pflege- und Erziehungsdienstes

(Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Erzieher, Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger)

  • Pflege und Erziehung: einschließlich Milieugestaltung, Bezugspflege, Freizeit- und Tagesstrukturierung
  • erlebnispädagogische und sportliche Angebote
  • Unterrichts- und Schularbeitshilfe
  • spezifische Einzel- und Gruppenförderung
  • Mitarbeit in Diagnostik, Therapie und Elternberatung

 

 
Fachtherapeuten

(Ergotherapeuten, Bewegungs- und Tanztherapeuten, Musiktherapeuten, Bibliotherapeuten, Kunsttherapeuten)

  • Fachspezifische Diagnostik und Therapie: Ergo- und Beschäftigungstherapie
  • Sport-, Tanz- und Bewegungstherapie
  • Kunst- und Musiktherapie
  • Lerntherapie
  • sprachheilpädagogische Förderung
  • Bibliotherapie (therapeutische Arbeit mit Kinder- und Jugendliteratur) im Einzel- und Gruppensetting

 

 
Mitarbeiter des Sozialdienstes

(Sozialarbeiter, Sozialpädagogen)

  • Sozialarbeit, Sozialpädagogik: einschließlich Kooperation mit außerklinischen Diensten
  • spezifische Beratung der Familien in sozialrechtlichen Angelegenheiten
  • Hausbesuche
  • Vermittlung von Hilfen zur Erziehung und Hilfen bei seelischer Behinderung
  • ambulante Unterstützung in der Familie
  • Training sozialer Kompetenzen in Gruppen

 

 
Klinische Sonderpädagogik und Lehrer der Klinikschule

 

  • Unterricht: Die Klinikschule deckt alle Schulformen und Klassenstufen ab. Die integrierte Klinikschule gewährleistet die schulische Diagnostik und den individuell angepassten täglichen Unterricht mit Sonderförderung in Kleingruppen. Sie unterstützt darüber hinaus die schulische Reintegration und gewährleistet eine fundierte Schullaufbahnberatung.

Wie helfen wir?

 

Die Klinik gliedert sich in zwei Bereiche:

 

  • Institutsambulanz
  • Stationen

 

Die Institutsambulanz arbeitet ähnlich wie eine niedergelassene Facharztpraxis. Ihre präventive Aufgabe besteht darin, Häufigkeit und Dauer vollstationärer oder tagesklinischer Behandlungen auf ein notwendiges Maß zu beschränken.

 

Im Rahmen der Erstvorstellung mit Eltern oder Bezugspersonen wird die Anamnese erhoben und es folgen ärztliche, psychologische und fachdiagnostische Untersuchungen. Auf der Basis der erhobenen Befunde erfolgt eine eingehende Beratung und gegebenenfalls Therapie oder Zuweisung stationären Behandlung. 

 

Zur Vorstellung kommen Kinder mit allen Arten von psychischen Symptomen.

Bei der Terminvergabe kann es zuweilen zu mehrwöchigen Wartezeiten kommen. Dringende Fälle werden innerhalb einer Woche gesehen, sofortige Notfall- und Krisenintervention wird am selbigen Tag rund um die Uhr durch den Dienst habenden Arzt sichergestellt.

 

Die Stationen gliedern sich in:

 

  • eine Station für Kinder im Alter von ca. 5 bis 11 Jahren (L3c)
  • eine Intermediärstation für Kinder im Übergang in das Jugendalter (L4b)
  • eine Station für Jugendliche im Alter von ca. 14 bis 18 Jahren (L4a)

 

Das therapeutisch-pädagogische Milieu auf allen Stationen ist dem jeweiligen Alter der Kinder und Jugendlichen angepasst. Alle Formen von schwergradigen psychischen Störungen und Entwicklungsauffälligkeiten kommen zur Aufnahme. Alle ärztlichen, psychologischen, psychotherapeutischen und fachtherapeutischen Behandlungen kommen im Einzel- oder Gruppensetting in alters- und störungsspezifischer Ausgestaltung zur Anwendung. Der Schulunterricht wird durch unsere Klinkschule gewährleistet und verfolgt Ziele der schulischen Rehabilitation und Reintegration. Eltern und Bezugspersonen werden eng in die Behandlung mit einbezogen.

 

 

Behandlungsgrundsätze

Die Behandlung erfolgt nach eingehender medizinischer, psychologischer und fachspezifischer Diagnostik, Befundaufklärung und Beratung. Sie basiert auf der Klärung der Erwartungen und den Zielsetzungen des Patienten selbst, seiner Angehörigen und der Zuweiser. Es wird stets versucht, die vorhandenen Kräfte und Ressourcen des Patienten und seiner Familie zu aktivieren und ein angemessenes und differenziertes Problemverständnis zu erarbeiten. Die Auswahl der therapeutischen Methoden erfolgt alters- und störungsspezifisch, dem Patienten und seinen Eltern gegenüber transparent. Auf den Stationen  erfolgt die Behandlung in einem altersgerechten therapeutisch-pädagogischen Milieu mit strukturiertem Tagesablauf und Wochenplan, Bezugspflege und begleitendem Schulbesuch. Die Behandlung wird vom fallführenden Arzt oder Psychologen geleitet und durch ein multiprofessionelles Team getragen. Sie schließt die sozialdienstliche Beratung und Einleitung weiterführender und flankierender Maßnahmen ein.

 

 

Die ärztlich-psychologischen und psychotherapeutischen Konzepte beinhalten immer die Aufklärung, Information und Beratung der Eltern und Bezugspersonen. Die Durchführung verhaltens- und psychotherapeutischer Behandlungen (Verhaltenstherapie, personenzentrierte Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) orientiert sich an den wissenschaftlich evaluierten und überprüften Wirkprinzipien und haben die Verbesserung von inneren Regulationsprozessen im Verhalten und emotionalen Erleben zum Ziel. Bei entsprechender Indikation werden auch psychopharmakologische Behandlungen, Übungs- und Lerntherapien eingesetzt. Kreativtherapeutische Methoden wie Kunst- und Musiktherapie sowie ergotherapeutische, tanz- und bewegungstherapeutische und bibliotherapeutische Ansätze dienen der Unterstützung psychischer Ausdrucksformen, der Stärkung von Selbstwertgefühl und Selbstreflexion und der Entwicklung angemessener Fähigkeitskonzepte. Sie fördern außerdem die Aktivierung und verbessern die sensorisch-integrativen und motorischen Funktionen.

 

 

Im Rahmen interdisziplinärer Fallbesprechungen und Visiten werden aktuelle Befunde diskutiert und in die Gestaltung des individuellen Behandlungskonzepts eingebracht. Die Teilnahme aller Mitarbeiter an regelmäßiger Supervision trägt dazu bei, dass stets ein hoher Qualitätsstandard gewährleistet werden kann.