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Interdisziplinäre demenzsensible Akutversorgung (IdA)

 

Das Projekt „IdA“ ist ein innovativer Ansatz zur Unterstützung älterer Menschen während eines Krankenhausaufenthalts aufgrund einer körperlichen Erkrankung.

 

Für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen kann eine Veränderung ihrer Gewohnheiten und ihrer Lebensumgebung, z. B. aufgrund eines Krankenhausaufenthalts, belastend sein. Verwirrtheitszustände, herausforderndes Verhalten, Verschlechterungen der Alltagsfertigkeiten aber auch körperliche Komplikationen können die Folge sein. 

 

In einer ausführlichen Eingangsuntersuchung ermitteln speziell geschulte Koordinatoren den Hilfebedarf und die Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen des Projektes. Ein individueller Maßnahmenplan unter Einbeziehung der Angehörigen und die Vernetzung mit kooperierenden Hausärzten und/oder Pflegeeinrichtungen ermöglicht Orientierungshilfen, Tagesstruktur und Begleitung während des Krankenhausaufenthaltes.

 

Je nach Neigung und Bedarf gibt es tagesstrukturierende (Gruppen-)Aktivitäten oder spezielle Beschäftigungsangebote. Eine Einzelbetreuung auf den Stationszimmern durch geschulte Tagesbegleiter ist ebenfalls möglich. Die jeweils geltenden Abstands- und Hygieneregeln werden eingehalten.

 

Das Projekt IdA ist ein Innovationsfondsprojekt des Gemeinsamen Bundesausschusses (GB-A). Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre, bis zum 30. September 2023. Die Teilnahme der Patienten am IdA-Projekt ist freiwillig.

 

Sofern die Projektziele wissenschaftlich bestätigt werden, soll diese neue Versorgungsform in die Regelversorgung aufgenommen werden.

 

 

IdA-Team des Klinikums Ernst von Bergmann

Welche Patienten können teilnehmen?

Patientinnen und Patienten ab 70 Jahren,

 

 

  • die wegen einer akuten körperlichen Erkrankung im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam versorgt werden und unter einer kognitiven Beeinträchtigung wie Demenz leiden (die Erkrankung muss nicht gesichert sein)

  • die mindestens 4 Tage stationär aufgenommen werden
  • die bei den Krankenkassen AOK Nordost, Bahn BKK oder KNAPPSCHAFT versichert sind
  • soweit die Eingangsuntersuchung Bedarf und Eignung aus fachlicher Sicht bestätigt und eine Einwilligung vorliegt.

Welche Vorteile bringt das Projekt „IdA“?

 

  • Verbesserung der Versorgung von älteren Patientinnen und Patienten
  • detaillierte Analyse des demenzspezifischen Hilfebedarfs und bedarfsgerechte Unterstützung durch zusätzlich zur Verfügung stehendes Personal
  • Tagesstrukturierung durch Einzel- und Gruppenbetreuung, unter Einhaltung geltender Abstands- und Hygieneregeln
  • strukturierte Vernetzung mit dem ambulanten Bereich (vor und nach dem Krankenhausaufenthalt)

  • Schulungs- und Beratungsangebote für Angehörige
  • Unterstützung der Mitarbeitenden auf den somatischen Stationen

Ihre Ansprechpartnerin

Bei Fragen zum Projekt "IdA" steht Ihnen die Projektbeauftragte Anja Köhn sehr gerne zur Verfügung.

 

Anja Köhn

Tel.: 0331. 241 – 47 55 5

E-Mail: ida(at)klinikumevb.de