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Ösophaguszentrum Potsdam

In unserem Ösophaguszentrum am Klinikum Ernst von Bergmann bieten wir den betroffenen Patientinnen und Patienten eine multidisziplinäre Diagnostik und Therapie auf höchstem medizinischen Niveau an.

 

Wir sind ein Team aus spezialisierten Chirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Gastroenterologen.

 

 

Warum unser Ösophaguszentrum?

 

Im Onkologischen Zentrum des Klinikum Ernst von Bergmann wird seit Jahren eine exzellente, von der Deutschen Krebsgesellschaft mehrfach zertifizierte, onkologische Medizin durchgeführt. Das Ösophaguszentrum ist Bestandteil des onkologischen Zentrums. Es ist das einzige auf das Ösophaguskarzinom spezialisierte Zentrum in Brandenburg und gehört zu den wenigen hochspezialisierten Ösophaguszentren in Deutschland.

Links: Schlauchmagenbildung entlang der gestrichelten Linie mit Entfernung des Speiseröhrentumors. Rechts: Hochgezogener Schlauchmagen mit Naht an die gesunde Speiseröhre

Ösophaguskarzinom

In Deutschland erkranken jährlich etwa 6400 Patienten neu an einem Ösophaguskarzinom. Leider werden die Ösophaguskarzinome oftmals erst sehr spät erkannt, da sie in den Anfangsstadien keine oder nur unspezifische Symptome hervorrufen.

 

Das Ösophaguskarzinom entsteht aus der innen liegenden Zellschicht der Speiseröhre. Der Tumor wächst nach innen und kann die Speiseröhre verlegen. Später durchdringt der Tumor dann die Speiseröhrenwand.

 

Beim Ösophaguskarzinom werden grundsätzlich – ausgehend von den Zellen, in dem der Tumor entsteht - zwei unterschiedliche Typen unterschieden:

 

Adenokarzinom: Hier entsteht der Tumor in Zellen, die im unteren Bereich der Speiseröhre bzw. am Übergang der Speiseröhre zum Mageneingang, vorhanden sind. Natürlicherweise produzieren diese Zellen eine Flüssigkeit, um die Nahrung besser in den Magen gleiten zu lassen. Diese Tumorart hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Ein Risikofaktor ist der saure Reflux (Sodbrennen). Weitere Risikofaktoren sind Adipositas, Rauchen und der sogenannte „Barrett Ösophagus“, eine potentielle Vorstufe zum Karzinom.

 

Plattenepithelkarzinom: Diese Tumoren gehen vom sog. Plattenepithel der Speiseröhre aus. Am häufigsten ist dieses Karzinom im mittleren und oberen Abschnitt des Ösophagus lokalisiert. Es kann letztendlich aber überall in der Speiseröhre auftreten. Hauptrisikofaktoren sind Rauchen und Alkoholkonsum. Die Patienten verzeichnen häufig einen starken Gewichtsverlust zum Zeitpunkt der Diagnosestellung.

Risikofaktoren für das Ösophaguskarzinom

Alter: Die meisten Patienten sind über 55 Jahre alt.

 

Geschlecht: Männer sind dreimal häufiger als Frauen betroffen.

 

Langjähriger Reflux (Sodbrennen): In der Hälfte der Fälle spielt eine langjährige Schädigung der Speiseröhrenzellen durch sauren Magensaft (Reflux, Sodbrennen) eine Rolle.

 

Exzessiver Alkoholkonsum: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen vermehrtem Alkoholkonsum, besonders in der Kombination mit Nikotinabusus, und der Entstehung eines Ösophaguskarzinoms.

 

Übergewicht: Adipositas ist ein Risikofaktor besonders für die Adenokarzinome.

 

Barrett Ösophagus: Hierbei werden im Bereich des Übergangs der Speiseröhre zum Magen die Zellen der inneren Schicht der Speiseröhre durch langandauernden Kontakt mit saurer Magenflüssigkeit in sogenannte intestinale Zellen umgewandelt. Diese Zellen können sich in Tumorzellen verwandeln.

Symptome

  • Schluckbeschwerden (Dysphagie)
  • Schmerzen im Brustkorb beim Essen
  • Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Chronischer Husten
  • Lungenentzündung

Diagnose

Die Diagnose „Ösophaguskarzinom“ wird durch eine Probeentnahme von Gewebe während einer Endoskopie der Speiseröhre und des Magens gestellt.

Wichtig ist dann, die Ausbreitung des Tumor festzustellen, um eine Entscheidung über die weitere Therapie treffen zu können. Folgende weitere Untersuchungen werden dann durchgeführt:

 

 

  • Computertomographie des Bauchraums, des Brustkorbs und ggf. des Halsbereichs
  • Endoluminale Sonographie der Speiseröhre; Ggf. Bronchoskopie (Spiegelung des Bronchialsystems)
  • Blutuntersuchungen

 

 

Darüber hinaus wird die körperliche Belastbarkeit, insbesondere die Herzleistung und die Lungenfunktion untersucht.

Beide Fragestellungen – Ausbreitung des Tumors und körperliche Belastbarkeit haben unmittelbaren Einfluss auf die individuelle Therapie.

Therapie

Im sehr frühen Tumorstadium ist es möglich, das Karzinom endoskopisch zu entfernen. Im lokal fortgeschrittenen Stadium stellt die chirurgische Therapie den Eckpfeiler der Behandlung dar. In Abhängigkeit zur Tumorausbreitung wird vor der Operation bereits eine Chemotherapie und oder Bestrahlung des Tumors durchgeführt.

 

Bei der chirurgischen Therapie werden ein Großteil der Speiseröhre, ein Anteil des Magens und entsprechende Lymphknoten entfernt. Aus dem verbleibenden Magen wird ein Speiseröhrenersatz rekonstruiert, der dann im Brustkorb mit der verbliebenen, gesunden Speisröhre vernäht wird.

 

Chirurgische Therapie

 

Die chirurgische Therapie beinhaltet eine Entfernung eines Großteils der Speiseröhre zusammen mit den Lymphgewebe. Zusätzlich wird ein kleiner Teil des Magens entfernt. Aus dem übrigen Magen wird dann eine Ersatzspeiseröhre hergestellt, die im Brustkorb oder am Hals mit der gesunden Speiseröhre verbunden wird. Die Operation wird in der Regel komplett minimal invasiv bzw. Roboter assistiert durchgeführt.

 

Nach der Operation werden die Patienten für einige Tage auf der Intensivstation verbringen. Der Kostaufbau startet am 5. Postoperativen Tag, nachdem die Anastomose (Naht zwischen Ösophagus und Magenschlauch) geprüft wurde. Bei unkompliziertem Verlauf erfolgt die Entlassung nach etwa 2 Wochen. Während des stationären Aufenthaltes organisieren wir die individuelle Tumornachsorge ebenso wie den Aufenthalt in einer Reha-Klinik.

 

Therapie

 

  • Onkologie
  • Strahlentherapie
  • Minimal invasive und Robotic Chirurgie
  • Ernährungstherapie

 

Weitere Informationen zu unseren Leistungsangeboten entnehmen Sie bitte unserem Zentrums-Flyer

 

 

Links: Schlauchmagenbildung entlang der gestrichelten Linie mit Entfernung des Speiseröhrentumors. Rechts: Hochgezogener Schlauchmagen mit Naht an die gesunde Speiseröhre

Ösophaguszentrum Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam

Charlottenstraße 72 | 14467 Potsdam

 

 
Zentrumsassistentin 

Jana Lange 

Koordinatorin

 

Telefon:  0160/98038348

Email:     jlange(at)klinikumevb.de

 

 

Terminvereinbarung/Anmeldung für Sprechstunde:

 

Jana Münzberg

Chefarztsekretariat 

 

Telefon:    0331. 241 - 3 5202

Fax :         0331. 241 - 3 5200

Email:       jana.muenzberg(at)klinikumevb.de

 

 

Iris Andrees

Medizinische Fachangestellte

Ambulanzzentrum J1 (Poliklinik 1. Ebene)

 

Telefon:    0331. 241 - 3 3162 und

                 0331. 241 - 3 3173

Unser chirurgisches Team

v.l.n.r: Dr. Julia Möller, PD Dr. Sven-Christian Schmidt und Prof. Dr. Frank Marusch

Chirurgie

Zentrumsleiter - 

Department für Hepato-Pankreato-Biliäre- und Ösophaguschirurgie

 

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Sven-Christian Schmidt

 

Facharzt für Chirurgie

Facharzt für Viszeralchirurgie

Spezielle Viszeralchirurgie

 

Schwerpunkte

Onkologische Chirurgie

Minimal-invasive Chirurgie

Hernienchirurgie

Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

 

Telefon:  0331. 241 - 3 5202

E-Mail:    sven-christian.schmidt(at)klinikumevb.de

Chirurgie

Chefarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral- Gefäß- und Thoraxchirurgie 

Prof. Dr. med. habil. Frank Marusch, FACS

 

Facharzt für Chirurgie

Facharzt für Viszeralchirurgie

Spezielle Viszeralchirurgie und Proktologie

 

Schwerpunkt

Hepato-bilio-pankreatische Chirurgie

Onkologische Chirurgie

Minimal-invasive Chirurgie

Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

Chirurgie

Oberärztin 

Dr. med. Julia Möller

 

Fachärztin für Chirurgie

Fachärztin für Viszeralchirurgie

Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

Onkologie

Chefarzt

Prof. Dr. Georg Maschmeyer

 

Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie

Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin

Radioonkologie und Strahlentherapie

Chefarzt

Priv.-Doz. Dr. med. Harun Badakhshi

  

Facharzt für Strahlentherapie

Medikamentöse Tumortherapie

Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, Brachytherapie

Endoskopie

Oberärztin
Dr. med. Nataly Bürgel

 

Leitung der Endoskopie

Fachärztin für Innere Medizin

Klinik für Gastroenterologie und Infektiologie

 

Gastroenterologie

Oberarzt
Bert Matthees

 

Leitender Oberarzt, Station Gastroenterologie

Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie

Klinik für Gastroenterologie und Infektiologie

Gastroenterologie

 

Oberarzt
Dr. med. Pierre Materne

 

Station Gastroenterologie

Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie

Klinik für Gastroenterologie und Infektiologie

Nuklearmedizin