Fluoreszenzgestützte Hirntumorchirurgie (5-ALA)

Ein neues innovatives Verfahren zur Behandlung von bösartigen Hirntumoren (Gliomen) ist die fluoreszenz-gestützte Chirurgie mit 5-Aminolävulinsäure (5-ALA). Dabei erhält der Patient ca. 4 Stunden vor der Operation eine körpereigene Substanz (5-ALA) als Trinklösung, die sich im Hirntumor stark anreichert und dort in einen fluoreszierenden Farbstoff umgewandelt wird. Während der Operation kann dann dieser Farbstoff durch UV-Licht (Wellenlänge 410 bis 440 nm) zum Leuchten (Fluoreszenz) angeregt werden, so dass sich der Tumor (rosa) vom gesunden Hirngewebe (dunkelblau) besonders deutlich abgrenzen lässt (siehe Fotos).

 

Durch dieses Verfahren ist eine komplette Entfernung der Tumoren viel sicherer und effektiver möglich. Das führt zu einer Verlängerung der Zeit bis zum Nachwachsen dieser Tumoren (rezidivfreies Intervall), wodurch die Prognose dieser Erkrankung deutlich verbessert wird. Wir nutzen 5-ALA bereits seit 2006 bei geeigneten Patienten zur Hirntumorchirurgie.