Ihr stationärer Aufenthalt

Allgemeine Informationen zum Aufenthalt im Ernst von Bergmann Klinikum finden Sie auch hier und auf unserem Flyer.

 

 
Checkliste für Ihren bevorstehenden Krankenhausaufenthalt
  • Einweisung
  • Versicherungskarte
  • Arztbriefe, Vorbefunde, Röntgenbilder und Berichte Ihres Hausarztes bzw. einweisenden Arztes, anderer Kliniken oder Pflegeeinrichtung
  • Impfpass
  • Allergiepass
  • Personalausweis
  • Medikamentenliste
  • Adressen von Angehörigen
  • Patientenverfügung
  • Vorsorgevollmacht, falls vorhanden

 

 

Was passiert am Aufnahmetag?

Am Tag, an dem Sie sich zu einem stationären Aufenthalt in die Klinik begeben, müssen Sie sich in der Patientenaufnahme unseres Hauses anmelden. Diese finden Sie direkt am Haupteingang, rechts neben dem zentralen Informationstresen. Bitte ziehen Sie eine Wartenummer. Sobald der nächste Mitarbeiter für Sie frei ist, werden Sie in die Aufnahme gebeten. Sie erhalten bei der Anmeldung einen Merkzettel/ Informationsbogen Aufnahme, den Behandlungsvertrag, die Allgemeinen Vertragsbedingungen sowie die Hausordnung.

 

Anschliessend begeben Sie sich bitte auf die Ihnen zugewiesene Station, wo Sie vom Pflegepersonal begrüßt werden und ein Zimmer bzw. Bett erteilt bekommen. Nicht selten liegen übrigens in einem Mehrbettzimmer bzw. auf der gleichen Station auch Patienten anderer Fachrichtungen wie der Neurologie oder Orthopädie. Diese werden dann auch von anderen Ärzten als denen unseres Teams visitiert.

 

Im weiteren Verlauf wird ein Arzt auf Sie zukommen und nochmals die Krankengeschichte erheben und Sie körperlich untersuchen. Falls dies zuvor (z.B. im MVZ) bereits erfolgt ist, mögen Sie sich fragen, warum Sie noch einmal alles neu erzählen sollen bzw. warum Sie noch einmal untersucht werden. Der Grund hierfür ist, dass sich die Symptome seit der letzten Konsultation geändert haben könnten und dies möglicherweise die weitere Therapie/Operation beeinflusst. Das erneute ärztliche Gespräch gibt Ihnen auch nochmals die Möglichkeit, wichtige Dinge nachzutragen, die vielleicht vorher keine Erwähnung fanden. Und ganz wichtig: Man hat die Möglichkeit Fragen zu stellen. Nicht zuletzt wird jetzt - sofern noch nicht erfolgt und bei Ihnen ein operativer Eingriff vorgesehen ist - die ausführliche Aufklärung mit schriftlicher Einverständniserklärung stattfinden. Hier wird auch nochmals sichergestellt, dass alle blutverdünnenden Medikamente - wie zuvor besprochen - fristgerecht pausiert worden sind.

 

Gegebenenfalls, werden im Verlauf des Aufnahmetages noch weitere Untersuchungen wie EKG oder Bildaufnahmen durchgeführt. Dies ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

 

Am Nachmittag werden Sie noch mit dem Narkosearzt (Anästhesist) sprechen und es wird festgelegt bis wann Sie noch essen und trinken dürfen und welche Medikamente am Morgen vor der Operation eingenommen werden sollen. Auch hier erfolgt eine schriftliche Aufklärung von anästhesiologischer Seite.

 

Sie sehen, dass dieser Tag vor der Operation mit wichtigenTätigkeiten angefüllt ist, die alle letztlich Ihrer Sicherheit und dem Erfolg der Operation dienen. Ähnlich wie ein Pilot vor dem Start, geht ein Chirurg auch seine "Checkliste" durch bevor es losgehen kann.

 

 

Wann genau werde ich operiert?

Der Operationsplan steht gegen Nachmittag am Tag vor der Operation. Manchmal gibt es aber kurzfristige Änderungen am Tag der Operation aus logistischen oder technischen Gründen. Anders als am Flughafen, lassen sich Operationen zeitlich schwer exakt takten. Eine Operation eines Bandscheibenvorfalles dauert i.d.R. nicht mehr als eine Stunde. Manchmal gibt es aber Verzögerungen in der Vorbereitung des Operationssaales oder der Eingriff gestaltet sich etwas anspruchsvoller als erwartet. In dem Fall wird der Operateur trotzdem in Ruhe die Operation mit maximaler Patientensicherheit zu Ende bringen. Es wird sehr selten auch einmal nicht zu ändern sein, dass ihre Operation verschoben werden muss. Das Gleiche gilt bei unerwarteten Notfällen. Elektive Patienten müssen diesen weichen.

 

 

Was passiert am Tag der Operation?

Rechtzeitig vor Beginn Ihrer Operation werden Sie in die Operationsabteilung gebracht. Das heisst, das Pflegepersonal zieht Ihnen ein spezielles Hemd an und begleitet Sie in den Wartebereich (sozusagen das Gate am Flughafen). Hier bitten wir Sie um etwas Geduld bis Sie dann zur OP-Schleuse gebracht werden. Dort werden Sie auf den fahrbaren Operationstisch umgebettet. Von dort aus fahren Sie durch den Operationstrakt in die Narkosevorbereitung. Dort begrüßt Sie das Anästhesie-Team. Man trifft noch einige Vorbereitungen und leitet die Narkose ein - so wie am Vortag besprochen.

 

 

Was passiert nach der Operation?

Die meisten Patienten erinnern sich nach der Operation erst wieder an die Zeit im Aufwachraum. Im OP-Trakt gelegen erfolgt dort die Überwachung nach jeder  Operation/Narkose. Danach können Sie verlegt werden; entweder  zurück auf die Normalstation, auf eine Überwachungsstation oder auf eine Intensivstation. Die Entscheidung darüber, wo die unmittelbare weitere Behandlung stattfindet, ist abhängig von der Schwere des Eingriffs. Zur Sicherheit werden nahezu alle Patienten mit Operationen am Gehirn auf einer Intensivstation zumindest für eine Nacht überwacht. Vielfach sind Sie dann zwar schon wieder wach und ansprechbar, aber zur schnellen Erkennung und Behebung von diversen möglichen Problemen ist die intensive Beobachtung wichtig. Die postoperative Behandlung umfasst immer auch die Schmerztherapie (Wundschmerzen), die Begutachtung der Wunde, ggf. Computertomographie oder MRT zur Beurteilung des Befundes nach dem Eingriff. Zudem umfasst sie die Prophylaxe von Thrombosen und sonstigen Komplikationen. Und natürlich auch die Kommunikation mit Ihnen oder Ihren Angehörigen über den Verlauf der OP und die weiteren Heilungsschritte. Es gibt die Möglichkeit, Physiotherapeuten und Logopäden, Psychoonkologen und andere Spezialisten hinzu zu ziehen.

 

Ihr Operateur entscheidet  nach dem Eingriff auch über den Zeitpunkt der Gabe von Blutverdünnern und anderen zuvor eingenommenen Medikamenten.

 

 

Wie lange bleibe ich im Klinikum?

Der Länge des stationären Aufenthaltes ist variabel, weil alle Menschen verschieden sind. Im Durchschnitt bleiben die meisten Patienten nach einer Operation an der Wirbelsäule einige Tage im Krankenhaus. Nach einer komplexen Operation am Kopf oder wenn sich die Mobilisation aus anderen Gründen langsamer gestaltet, wird der Aufenthalt länger sein. Letztendlich legen wir den Entlassungstag gemeinsam mit Ihnen fest. Sie sollen erst wieder nach Hause, wenn Sie sich sicher fühlen und gewährleistet ist, dass Sie dort auch zurechtkommen. Unsere Plegefachkräfte, Physio- und Ergotherapeuten und unser Sozialdienst unterstützen Sie dabei. Für manche Patienten ist eine Anschlussheilbehandlung (AHB) sinnvoll, welches ebenfalls von unserem Sozialdienst organisiert wird.

 

 

Was geschieht nach Entlassung?

Am Entlassungstag erhalten Sie von uns eine Bestätigung über Ihren stationären Aufenthalt und einen vorläufigen Arztbrief, welcher später nochmals in endgültiger Fassung an Ihren Hausarzt geschickt wird. Sofern nicht direkt eine Rehabilitation im Anschluß vorgesehen ist, übernimmt die weitere Verschreibung von Medikamenten und die Krankschreibung Ihr Hausarzt.

 

Dieser kann nach Absprache auch Wundfäden entfernen, wenn dies nicht schon im Krankenhaus erfolgt . Die spezifische Weiterbehandlung bzw. postoperative Kontrolle durch uns erfolgt im MVZ Neurochirurgie.