Indozyaningrün (ICG) Angiographie

Bei Operationen an Blutgefäßen des Gehirns oder Rückenmarks ermöglicht die Indozyaningrün (ICG)-Angiographie die intraoperativen Darstellung dieser Gefäße ohne Anwendung von Röntgenstrahlen. Diese Methode bietet dem Operateur eine zusätzliche Sicherheit bei der Kontrolle der Gefäßdurchblutung. In der Neurochirurgie kommt sie zum Beispiel bei Operationen an Aussackungen der Gefäßwand (Aneurysmen), Gefäßfehlschaltungen (Arteriovenösen Malformationen) oder Gefäßnahten (Bypass) zur Anwendung. Ziel ist die Sicherstellung der ungestörten Durchblutung und/oder des Verschlusses einer Gefäßanomalie. Hierbei wird der fluoreszierender Farbstoff Indozyaningrün (ICG) in eine Vene gespritzt, welcher sich dann in den Blutgefäßen anreichert und mittels Infrarotlicht unter dem Operationsmikroskop sichtbar wird. Dieser Farbstoff ist für den Patienten ungefährlich.