Stereotaxie

Das Wort Stereotaxie setzt sich aus den griechischen Wörtern stereós (hart, starr) und táxis (Anordnung, Einrichtung) zusammen. In der Neurochirurgie geht es bei der Stereotaxie um das Erreichen von exakten Zielpunkten im Gehirn, z.B. um von dort eine kleine Gewebeprobe zu entnehmen, oder um einen Katheter oder eine Elektrode zu platzieren. Dafür stehen prinzipiell 2 Verfahren zur Verfügung:

 

- Bei der rahmenlosen Neuronavigation wird der Kopf in einer Klemme fixiert. Vorher definierte Oberflächenpunkte am Kopf werden mit einer Spezialsoftware mit dem MRT des Patienten koregistriert. Dies ermöglicht das navigierte Führen von Instrumenten wie z.B. einer Armhalterung mit integrierter Biopsienadel. Das Prinzip der Neuronavigation wird auch bei der Planung bei operativen Zugängen am Kopf und zur Orientierung bei der Entfernung von Hirntumoren verwendet wie anderswo beschrieben.

 

- Bei der rahmengestützten Stereotaxie (der Stereotaxie im ursprünglichen Sinne) wird ein Metallrahmen entweder in Lokal- oder Allgemeinanästhesie am Kopf des Patienten befestigt. Dieser wird dann gemeinsam mit dem Patienten im CT oder MRT gescannt. Dadurch erhält man eine kartesisches Koordinatensystem, welches die Definition eines beliebigen Zielpunktes im Gehirn (X, Y und Z-Koordinate) ermöglicht. Wieder im Operationssaal angelangt wird auf den Metallrahmen ein Bogen aus Metall aufgesetzt. An diesem ist ein beweglicher Instrumentenhalter befestigt, über welchen die für den Eingriff benötigten Instrumente mit einer im Submillimeter-Bereich liegenden Genauigkeit zum Zielpunkt geführt werden können.

 

Zur Geschichte der Stereotaxie.