Wirbelkanaleinengungen

Bei allen Menschen kommt es im Laufe des späteren Lebens zu einem ganz normalen "Verschleiß" der Wirbelsäule. Dabei bildet sich zusätzlicher Knochen an den kleinen Gelenken der Wirbelsäule (Arthrose). Außerdem kommt es durch eine altersebedingte Höhenminderung der Wirbelsäule zu einer Auffältelung von bindegewebigen Bändern. Dies beides führt zu einer Verengung des Wirbelkanals.

 

Auf Höhe der Hals- und Brustwirbelsäule resultiert dies wiederum in einer Kompression des Rückenmark. Die Patienten entwickeln ein unsicheres Gefühl beim Laufen oder eine Ungeschicklichkeit in den Händen (z.B. können Hemdknöpfe nicht mehr gut zugemacht werden oder den Patienten gleiten Gegenstände aus der Hand). Dieses Krankheitsbild heisst Myelopathie.

 

Auf Höhe der Lendenwirbelsäule befindet sich nur noch im oberen Anteil Rückenmark. Weiter unten im Lendenwirbelkanal verlaufen die Nervenwurzeln. Diese kann man sich wie die Haare eine Pferdeschweifs vorstellen. Auf Latein heißt diese Nervenstruktur auch so: Cauda equina. Sind diese Nervenwurzeln eingeengt, so entwickeln die Patienten klassischerweise Schmerzen in den Beinen, welche beim Laufen zunehmen und sich beim Hinsetzen rasch bessern. Viele Patienten kompensieren dann unbewusst mit einem mehr vornübergebeugten Gangbild. Beim Einkaufen z.B. lehnen sie sich über den Einkaufswagen. Dieses Krankheitsbild heisst Claudicatio spinalis.

 

Bei alledem ist es wichtig, andere Leiden, welche die oben aufgeführten Symptome nachahmen können, auszuschliessen. Wir werden darauf achten, dass die Diagnose sicher steht und können Sie dann zu diesen in der Neurochirurgie sehr häufigen anzutreffenden Krankheitsbildern gerne beraten und nicht-chirurgische und chirurgische Ansätze erörtern.